Diary from Gymnasium Neufeld

Monday 19. of October 2009 | 07:17 (GMT+2)

speech in front of the federal palace

Class: | By: Anonymous

Die Welt, die die Politiker von heute nicht schützen, können die Menschen von morgen vermutlich nicht mehr retten.

Rede vom 17. Oktober 2009 auf dem Bundesplatz Bern

von Alice Galizia und Adrian Pasquinelli   Hallo zusammen. Mein Name ist Alice ----- Guten Tag. Ich heisse Adrian. Wir beide sind 16 Jahre alt und sind beide vom Gymnasium Neufeld. ----- Wir sind heute hier, weil es uns wichtig ist, dass wir unsere Welt schützen, weil es nicht nur um uns geht, sondern auch um unsere Nachfahren und unsere Zukunft. ----- Wenn ich morgens aufstehe und die Zeitung lese, sehe ich praktisch jeden Tag mindestens etwas über die fatalen Folgen des Klimawandels drin. Ich frage mich, wieso dass die Schutzmassnahmen und Linderungsmassnahmen des Klimawandels überhaupt ein Politikum sind. Wieso sollte sich ein Mensch gegen den Schutz seinen einzigen Lebensraumes aussprechen? ----- Wir finden es nicht in Ordnung, dass grosse Firmen und auch Staaten unsere Umwelt verschmutzen, nur damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Es ist wichtig, dass diese Leute längerfristiger denken und nicht so egoistisch handeln. Auch fast jeder einzelne von uns denkt zu egoistisch, lebt verschwenderisch. Wir brauchen zu viel Energie und wir essen Unmengen an Fleisch – wir müssen lernen bescheidener zu sein. ----- Der Schweizer isst pro Jahr etwa 53 Kilo Fleisch. Tendenz steigend!
Wir tanken im Durchschnitt 1140 Liter Benzin pro Jahr. Tendenz steigend!
Die durchschnittliche beheizte Wohnfläche liegt bei 44 m2 pro Kopf. Auch diese Tendenz ist steigend!
Wir in der Schweiz haben häufig das Gefühl, dass wir sehr umweltbewusst leben. Obwohl wir nicht zum obersten Viertel gehören, müssen wir unseren Verbrauch stark senken. ------ Wenn ich sehe, wie viel zu schnell wir nicht erneuerbare Energie verbrauchen, wie viele neue Autobahnen gebaut werden und wie viel Geld für diese Dinge ausgegeben wird, bekomme oich richtig Angst vor der Zukunft, wo es irgendwann nicht mehr genug Erdöl gibt und deswegen Kriege ausbrechen. Wo viele Menschen wegen Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Überschwemmungen und Hurrikane, sterben. ----- Es macht mir Sorgen, wenn ich sehen muss, dass es vielen Leuten auf der Erde absolut egal zu sein scheint, was sie mit unserer Welt machen. Wenn genau diese Leute auch noch Kinder haben, finde ich es absolut verantwortungslos, dass sie so mit der Zukunft ihrer Kinder umgehen. Sie nehmen so ihren Kindern die Möglichkeit, eine sichere Zukunft zu haben. Ich hoffe, dass wir alle unsere Einstellung ändern. Ich fühle mich genauso mitschuldig, weil auch ich einen iPod habe, gerne Fleisch esse und mit easyjet fliege ohne einen Klimarappen zu zahlen. Auch ich werde mich ändern müssen. ----- Weiter sollte man schlecht isolierte Häuser abdichten. 40 Prozent der Gesamtenergie werden durch Gebäudeenergie und Warmwasser verbraucht. Es lässt sich also viel sparen in diesem Bereich. ----- Wir müssen aber auch alle als Einzelpersonen etwas unternehmen. Zum Beispiel müssen wir, wo möglich, auf das Auto verzichten. (Der Bundesrat sollte dies direkt mit einer Erhöhung des Benzinpreises fördern.) Wie ihr seht, dürft ihr ja nicht denken, dass ihr ja nur ein Mensch seid und dass einer allein ja sowieso nichts ändern kann. Wie ihr seht ist das falsch und wir müssen alle unseren Beitrag dazu geben. Die Schweiz hat vertraglich festgelegt, dass sie den CO2-Ausstoss bis 2020 um 20 Prozent verringern muss. Davon können 5 Prozent durch finanzielle Unterstützung von Projekten im Ausland erreicht werden. Dies ist zu wenig. Denn wieso sollten wir uns hinten anstellen? Wir müssen uns sowohl im Inland, als auch im Ausland höhere Ziele stecken. Denn gerade Entwicklungsländer sind meistens nicht die Verursacher, jedoch aber diejenigen, die am Meisten unter den Folgen leiden, weil sie nicht die nötigen finanziellen Mittel haben. Zum Beispiel Bangladesch ist stark gefährdet, weil es nur sehr wenig über dem Meeresspiel liegt. ----- Unsere Hoffnung ist jetzt, dass die Politiker der Klimakonferenz ein gutes Resultat hervorbringen werden, und dann nicht nur darüber reden, sondern auch Taten sprechen zu lassen. 

 

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